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Im Arbeitskreis Sucht in Lüneburg wurde bereits mehrmals auf die Risiken durch sogenannte "Legal Highs" hingewiesen. Das sind legal, auch über das Internet verkäufliche Substanzen, meist Kräutermischungen, die häufig mit chemischen Bestandteilen versetzt sind. Im Gegensatz zu den klassischen illegalen Drogen, deren Wirkung die User meist einzuschätzen wissen, differieren die "Legal Highs" in ihrer Zusammensetzung und somit auch in ihrer Wirkung erheblich. Dies führt immer wieder zu Überdosierungen mit lebensbedrohlichen Auswirkungen für die Nutzer. Das Problem dieser Soffe ist, dass sie relativ einfach zu variieren sind und ein Verbot sofort mit einer Variation gekontert werden kann, die dann wieder legal ist. Eine gute Dokumentation zum Thema, ""Legal Highs" - ein Rausch ohne Risiko?" gibt es in der ZDF Mediathek

Seit dem 26.11.2016 ist nun das " Gesetz zur Bekämpfung der Verbreitung neuer psychoaktiver Stoffe " in Kraft  (den Gesetzestext gibt es hier ). Im Gesetz sind jetzt zahlreiche chemische Verbindungen verboten, deren Molekularstruktur genau beschrieben ist. Damit wurde die Möglichkeit der Variation der bestehenden Produkte erst einmal stark eingeschränkt. Das betrifft zum einen, die von 2-Phenetylamin abgeleitete Verbindungen und zum anderen Cannabimimetika, also synthetische Cannabinoide, die am Markt als legale Alternative zu Cannabis angeboten wurden.

Die Anbieter von "Legal Highs" im Internet haben bereits darauf reagiert und weitgehend ihre Produkte vom Markt genommen. Viele haben aber bereits angekündigt, im neuen Jahr neue, wie auch immer modifizierte Produkte anzubieten. Das Katz und Maus Spiel zwischen Anbietern und Gesetzgeber geht also weiter.

 

6. Fachtag Sozialdiagnostik am ZEPRA (Zentrum für Praxisentwicklung) in Hamburg am 15.09.2016 und am 16.09.2016

in der aktuelle Diskussion in Hamburg zum Thema Sozialdiagnostik war mit Peter Pantucek von der Fachhochschule St. Pölten jemand vertreten, dessen Darstellung von z.B. der Netzwerkkarte ich schon vor 15 Jahren als Referenz empfunden habe. Er stellt übrigens auf seiner Website  

http://www.pantucek.com/index.php/soziale-diagnostik/verfahren

zahlreiche Materialien zur Verfügung.

Auf der Website des ZEPRA gibt es eine Tagungsnachlese mit den Materialien zu den meisten der dort angebotenen Panels.

Ich wählte den Vortrag von Ursula Hochuli Freund von der Fachhochschule Nordwestschweiz zur theoriebasierten, kooperativen Entwicklung von diagnostischen Instrumenten für die Praxis an und besuchte den Workshop: Diagnostik im Team: Problem- und Ressourcenanalyse als Verständigungs- und Einigungsprozess im Arbeitsfeld der SPFH, der für mich interssant war, weil die Thematik dargetellt wurde am Beispiel einer intensiven sozialpädagogischen Intervention mit 2 Fachkräften und hohem Stundenumfang analog der Familienaktivierung in Lüneburg, in der ich immerhin 7Jahre mitgearbeitet habe. Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Konzeptes der SkF Freiburg zu dem von uns Freiberuflern der damaligen Familienaktivierung erarbeiteten zu betrachten war spannend.

 

Der ebenfalls vorgestellte Ansatz "Signs of Safety" zur Diagnostik möglicher Kindeswohlgefährdungen mit einer Methode, die bei der Befragung der Kinder ansetzt, war spannend und ergänzt die von uns bisher verwendeten Methoden "Traumhaus" und "Familienstellen mit Tieren"

 

Fortbildung in Hannover - "Professioneller Kinderschutz oder (eher) Selbstschutz? Hinweise und Empfehlungen aus der Praxis der öffentlichen und freien Jugendhilfeträger zum "8a-Verfahren"

Am 24.11.2015 konnte ich in Hannover am Fachtag des Bundesverbands für Erziehungshilfen e.V. (AFET) teilnehmen und bekam durch die Vorträge von Prof. Dr. Reinhard Wiesner (Pflichten und Risiken fachlichen Handelns bei der Gefährdungseinschätzung), Christine Gerber (Von der "Meldung" bis zur Beendigung des "8a-Verfahrens". Prozess der Gefährdungseinschätzung im Zusammenwirken der Fachkräfte) und Thomas Mörsberger (Professioneller Kinderschutz oder doch eher Selbtschutz? Neue Herausforderungen für die Professionen Sozialer Arbeit) wertvolle neue Impulse für die Arbeit, die am Montag bei unserer wöchentlichen Diensbesprechungen auch den anderen Teammitgliedern zugänglich gemacht werden. Ergänzt wurden die Vorträge durch ein Fachforum (ich hatte mich für das Fachforum: Ambulante Hilfen als "verdeckte Kontrollmaßnahmen"? entschieden).

 

 

Bildnachweis: www.pics.de. D. Sharon Pruitt: child Looking With Intense Stare. CC-Lizenz 

 

info@andreasreichl.de